Washington – [–>Jetzt übernehmen die USA das Steuer der mächtigsten Wirtschaftsgruppe der Welt! Die Vereinigten Staaten haben offiziell den Vorsitz der G20 von Südafrika übernommen – und US-Präsident Donald Trump (79) macht sofort klar, wohin die Reise gehen soll.
Zum Start des einjährigen Vorsitzes ein Auftritt im typischen Trump-Stil: Auf der G20-Website waren plötzlich alle Inhalte verschwunden. Statt Protokollen und Dokumenten prangt jetzt ein großes Trump-Foto – geballte Faust, USA-Kappe, USA-Anstecknadel – daneben das G20-Logo und der Satz: „Das Beste kommt noch.“
Das US-Außenministerium unter Marco Rubio (54) erklärte am Montag, nach dem Willen von Präsident Donald Trump sollten sich „die G20 wieder auf ihre Kernaufgabe konzentrieren, das Wirtschaftswachstum und den Wohlstand voranzutreiben“. Trump fordert weniger Bürokratie, günstigere Energie und mehr Innovationen.
Der G20‑Gipfel 2026 soll vom 14. bis 15. Dezember 2026 in den USA im „Trump National Doral Miami“ stattfinden – also auf einer Golfanlage, die dem US-Präsidenten gehört.
Trump provoziert G20-Krach
Gleichzeitig knirscht es heftig zwischen Washington und einem der wichtigsten G20-Mitglieder. Trump will Südafrika nicht zum Gipfel in Miami im kommenden Jahr einladen. Der Vorwurf des Präsidenten: angebliche „Menschenrechtsverletzungen“ gegen weiße Südafrikaner. Schon den G20-Gipfel in Johannesburg im November hatten die USA aus Protest boykottiert. Einen Beleg lieferte der US-Präsident nicht.
Bundeskanzler Friedrich Merz kritisierte die Ankündigung von Trump, Südafrika nicht zum G-20-Gipfel nach Florida einladen zu wollen. „Die amerikanische Regierung verzichtet ohne Not auf Einfluss, auch auf Einfluss in einem Teil der Welt, der immer wichtiger wird“, sagte Merz vergangene Woche in Berlin.
Trump kündigte bereits im September an, dass er im nächsten Jahr gerne den russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping in Florida empfangen möchte.
Die G20-Gruppe besteht aus 19 Staaten sowie der EU und der Afrikanischen Union. Ihre Mitglieder machen 85 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung aus.