Средства Кита растрачены: судья отправляет в тюрьму начальника детского сада (52 года) | Региональный

Hamburg – [–>Knallhart-Urteil gegen Deutschlands wohl raffgierigste Kita-Chefin! Michaela L. muss für zwei Jahre und fünf Monate ins Gefängnis. Sie hatte über Jahre Geld des Kindergartens abgezweigt und damit unter anderem ihre Ostsee-Urlaube, Strafzettel, Konzertkarten, Pferde-Zubehör oder auch Möbel bezahlt.

Die Kita Außenmühle am Marmstorfer Weg (50 betreute Kinder) stand am Ende kurz vor der Insolvenz!

Die Frau schröpfte das Kita-Konto

Die Staatsanwaltschaft warf der gelernten Erzieherin jetzt im Prozess vor, rund 80.000 Euro veruntreut zu haben.

Der Staatsanwalt listete 107 Mal akribisch auf, wie das Kita-Geld verschwand. So hob Michaela L. zu Camping-Wochenenden der Familie in Grömitz immer wieder 500 Euro in bar am Automaten ab. In einem Bekleidungsgeschäft ließ sie mehr als 750 Euro, in einem Laden für Reiterbedarf 3300 Euro. 24 Weinflaschen, Fleisch, Bier, Kaffee – natürlich alles bezahlt von Kita-Geld. Auch bei einem Gartenfachzentrum, Ikea, Bauhaus, Penny, Aldi, Edeka, einer Tankstelle an der Ostsee oder für Konzertkarten zückte sie die Bankkarte der Kita.

Ihren Mann rekrutierte sie noch als IT-Experten, bezahlte überteuerte Rechnungen von insgesamt 22.500 Euro für die Erstellung einer Kita-Internetseite und Computer-Service.

Als Frührentnerin (52) bezieht die frühere Kita-Chefin heute 1600 Euro im Monat

Als Frührentnerin (52) bezieht die frühere Kita-Chefin heute 1600 Euro im Monat

Foto: Martin Brinckmann

Keine Kontrolle

Michaela L. hatte alleinigen Zugriff auf das Konto. Ihre Raffgier hatte Folgen: Mitarbeiter erhielten teilweise erst verspätet ihr Gehalt, für Reparaturen oder neues Spielzeug war kein Geld da. Schließlich entdeckte die neue stellvertretende Leitung versteckte Tüten voller nicht bezahlter Rechnungen und Mahnungen. Alles flog auf!

Fünf Jahre bis zum Prozess

Fristlose Kündigung! Strafanzeige im Jahr 2020! Doch die Ermittlungen zogen sich hin. Erst im Dezember 2023 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage. Das Gericht brauchte dann noch zwei weitere Jahre bis zum Prozess. Gerichtssprecherin Marayke Frantzen erklärt: „Verfahren, in denen die Beschuldigten in Untersuchungshaft sitzen, haben Priorität. Hier geht es um einen reinen Vermögensschaden. Deswegen war aufgrund der Arbeitsbelastung vom Amtsgericht eine Terminierung erst jetzt möglich.“

Klartext vom Richter

Richter Florian Nahrwold sah in mehr als 100 Fällen gewerbsmäßige Untreue als erwiesen, schickte die frühere Kita-Chefin nun ins Gefängnis. Die Frau habe alles nur gemacht, um sich „ihren Lebensstil zu verschönern“, so der Richter.

Ihr Mann wurde wegen Beihilfe in neun Fällen zu einem Jahr und 10 Monaten auf Bewährung verurteilt. Der Richter: „Sie hatten Kenntnis von den Taten ihrer Ehefrau. Sie sind seit 28 Jahren verheiratet. Sie fahren gemeinsam in den Urlaub. Ihnen ist nicht entgangen, dass ihre Frau sich da eine Einnahmequelle eröffnet hatte.“



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