Leipzig bleibt seit mehr als acht Jahren in DFB-Pokal-Heimspielen ungeschlagen, zieht durch einen 3:1-Sieg gegen Magdeburg ins Viertelfinale ein.
Tragisch: Leipzigs Sieg wird durch einen Todesfall überschattet. Ein Magdeburg-Fan muss vor dem Spiel im Stadionumlauf reanimiert werden und verstirbt wenig später im Krankenhaus. Es soll sich um einen älteren Mann handeln.
Die traurige Nachricht wird in der Mitte der zweiten Halbzeit auch per Stadiondurchsage überbracht. Die Magdeburg-Fans supporten weiter und ernten dafür Pfiffe der Leipzig-Fans. Nach BILD-Infos fragt RB-Klubchef Johann Plenge in der Pause sogar bei den Magdeburg-Verantwortlichen nach, ob sie es für angemessen halten, dass die Fans trotzdem durchgehend Stimmung machen.
Sportlich zeigt sich erst in der zweiten Halbzeit, dass hier der Bundesliga-Zweite gegen den Zweitliga-Letzten spielt.
Denn: Nach zehn Minuten bringt Klostermann im Strafraum Michel zu Fall – Elfmeter! Ausgerechnet Klostermann: Der Ex-Nationalspieler sollte eigentlich im Sommer gehen, ist weiterhin ein Verkaufskandidat und steht erstmals in dieser Saison in der Startelf – weil Baku verletzt ausfällt.
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Silas Gnaka verwandelt vom Punkt souverän zur 1:0-Führung für den krassen Außenseiter (11.). Für den Ivorer ist es das erste Saisontor, er traf das letzte Mal vor 16 Monaten für Magdeburg.
Doch Leipzig schüttelt sich nur kurz und legt dann selbst los. Nur acht Minuten später der Ausgleich: Nusa zieht aus der Distanz präzise ab und trifft zum 1:1 (19.). Nach einer halben Stunde ist das Spiel bereits gedreht. Harder legt ab für Baumgartner, der frei vor dem Tor vollendet – 2:1 (29.).
Bemerkenswert: Magdeburg lässt nach dem Rückstand nicht nach, liefert Leipzig in der ersten Halbzeit einen echten Pokal-Fight. Sportchef Schork in der Pause bei Sky: „Ich glaube fest daran, dass wir noch den Ausgleich machen.“
Das Problem: RB schaltet zu Beginn von Hälfte zwei einen Gang hoch und überfordert die Gäste damit direkt. 54. Minute: Nusa auf Baumgartner – und der mit dem Doppelpack zum 3:1. Die Entscheidung, auch wenn Magdeburg das Spiel anschließend wieder offener gestalten kann.
Doppel-Torschütze Christoph Baumgartner