Das war ein Offenbarungseid!
Mainz geht in Freiburg 0:4 unter, kassiert durch Paul Nebel (nach Foul an Lienhart) schon den 5. Platzverweis der Saison, und steht zu Recht auf dem letzten Platz in der Bundesliga.
Logische Konsequenz: Trainer Bo Henriksen (50) wackelt plötzlich gewaltig. Nach dem Erbärmlich-Auftritt verweigert ihm Sportchef Niko Bungert erstmals die Rückendeckung!
Auf die Frage, ob der Däne noch der Richtige sei, antwortet Bungert bei DAZN: „Das werden wir in Ruhe besprechen. Für uns ist natürlich klar, dass nach so einem Spiel und in der aktuellen Tabellenlage die Situation beschissen ist und und wir an allen Ecken und Enden hinterfragen werden, wie’s jetzt weitergeht, dass wir den Turnaround schaffen.“
Es nennt sich „load based“: Karl hat einen besonderen Bayern-Vertrag
Abwehrchef und Rekordspieler Stefan Bell (34) sagt: „Wir haben einfach gezeigt bekommen, dass wir im Moment nicht in der Lage sind, auf Bundesliganiveau mitzuhalten gegen so eine Mannschaft. Von Anfang an. Es ist einfach viel zu wenig.“
Kritik an Henriksen will der Routinier nicht üben, sagt: „Wir sind erstmal gefragt auf dem Feld das zu machen. Und man muss auch sagen, dass wir heute das Trainerteam ein Stück weit dann leider im Regen stehen gelassen haben. Wir hatten einen guten Plan. Wir haben Erfahrung, wir haben Qualität, aber wir haben einfach viel zu wenig Leistung.“
Henriksen selbst will weiter um seinen Job kämpfen, sagte nach dem 0:4-Debakel: „Die Mannschaft ist total blockiert. Aber ich glaube immer noch, dass die Wende möglich ist. Ich habe das schon mal geschafft. Und ich denke natürlich, dass ich weitermachen kann. Aber: meine Person ist nicht wichtig. Das wichtigste ist der Verein. Klar ist: Wir müssen jetzt punkten.“
Noch ist unklar, ob Bungert und Mainz-Boss Christian Heidel (62) sofort die Reißleine ziehen, oder dem Dänen noch ein weiteres Spiel vor eigenem Publikum am kommenden Freitag gegen Mönchengladbach geben. Im 05-Umfeld wurden die Worte von Bungert nach dem Spiel als überraschend distanziert wahrgenommen. Gestärkt wurde Henriksen dadurch nicht.
Es war aber zu einfach für die Gastgeber gegen hilflose Mainzer: Freiburg gewinnt mühelos durch Treffer von Kübler (12.), Grifo (26.), Manzambi (50.) und Osterhage (90.), hätte auch sechs oder sieben Treffer erzielen können. Nebel handelt sich nach Tritt gegen Lienharts Schienbein (28.) schon das 2. Rot der Saison ein, für Mainz insgesamt das fünfte. Einen einzigen Torschuss geben die Mainzer ab, Talent Nelson Weiper (20) schafft es nicht mal in den Kader. So geht es nicht weiter…