Washington – [–>Dieser Shuttle bedeutete zugleich Luxus, Macht und Abgrund. Mit einer Boeing 727 transportierte Sexualverbrecher Jeffrey Epstein (†66) Minderjährige zu seinen Anwesen – und einige der weltweit bekanntesten Männer. Darunter Ex-US-Präsident Bill Clinton (79).
Durch den von Donald Trump (79) unterzeichneten [–>Epstein Transparency Act[–> muss das US-Justizministerium bis zum 19. Dezember sämtliche nicht geheimen Unterlagen veröffentlichen, darunter Flugprotokolle, Pilotenberichte und Reisepläne. Damit könnten neue prominente Namen ans Licht kommen, wie die britische „Daily Mail“ berichtet.
Laut Unterlagen, die die „Daily Mail“ jetzt zitiert, flog Bill Clinton bis zu 26-mal mit der Epstein-Boeing. 2002 wurde er zudem fotografiert, wie ihm Chauntae Davies, damals 22 und später eine zentrale Epstein-Anklägerin, den Nacken massierte.
Clinton bestreitet jedoch jede Kenntnis von Epsteins Taten und verweist auf lediglich vier angebliche „Stiftungsreisen“. 2019 sagte er: „Ich weiß nichts über die schrecklichen Verbrechen, die Jeffrey Epstein vor einigen Jahren in Florida begangen hat, oder über die, derentwegen er kürzlich in New York angeklagt wurde.“
Epstein-Anklägerin Chauntae Davies als junge Frau mit Bill Clinton – sie massiert ihm den Nacken
Auch Kevin Spacey war an Bord und fordert heute die sofortige Freigabe aller Akten. Donald Trump erscheint ebenfalls in Fluglisten – ein Trip 1994 mit seiner damaligen Frau Marla Maples und Tochter Tiffany ist belegt. Brisant: Ausgerechnet er setzte das Gesetz in Kraft, das nun alle Akten ans Licht zwingt.
Heikel ist weiterhin die Rolle von Andrew Mountbatten-Windsor (65), damals noch britischer Prinz. Piloten berichten von mehreren Flügen mit König Charles’ Bruder, darunter Reisen mit Virginia Giuffre, die behauptete, Epstein habe sie an Andrew vermittelt. Andrew bestreitet alles; Giuffre erhielt später eine Millionenentschädigung und nahm sich dieses Jahr das Leben.
Melania Trump, Prinz Andrew, Gwendolyn Beck und Jeffrey Epstein (v.l.) auf einer Trump-Party (2000)
Auch Ghislaine Maxwell, Epsteins Komplizin, wird in den neuen Unterlagen eine zentrale Rolle spielen. Sie sitzt in Texas eine 20-jährige Haftstrafe ab. Ein Foto aus besagter Boeing zeigt, wie sie Epstein die Füße massiert.
Wie der Innenraum des Jets aussah, kam 2020 heraus, als die Boeing verlassen auf einem Flughafen in Georgia entdeckt wurde: rote Samtsofas, dunkles Holz, Spiegelwände, ein großes Holzbett, monogrammierte Taschentücher, sogar Baby-Lotion im Bad. Ein eingefrorener Schauplatz zwischen Luxus und Abgrund. Der Jet wurde 2016 stillgelegt und zur Verschrottung freigegeben, weil sich kein Käufer fand.
Nun läuft die Frist. In wenigen Tagen könnten die Akten öffentlich sein – und damit Antworten auf die Frage, welche VIPs an Bord der Epstein-Boeing waren. Die Welt wartet.