Dieser Weg ist noch lange nicht zu Ende. Das Hansa-Duo um Sportdirektor Amir Shapourzadeh (43) und Trainer Daniel Brinkmann (39) verlängerte am vergangenen Sonntag seine Verträge.
Nach BILD-Informationen laufen die neuen Arbeitspapiere bei beiden mindestens zwei Jahre.
Die Unterschriften waren für die Sport-Bosse ein leichtes Unterfangen. „Der Verein bedeutet mir viel. Meiner Familie und mir gefällt es sehr gut hier. Ich musste nicht lange überlegen. Es waren vielleicht drei oder vier Tage, dann haben wir es zu Papier gebracht“, so Ex-Hansa-Kicker Shapourzadeh.
Ähnlich geräuschlos lief die Verlängerung beim beliebten Coach Brinkmann ab. „Es war, weil beide Seiten es wollten, harmonisch. Für mich ist es etwas ganz Besonderes, hier zu verlängern. Ich freue mich darüber, das weiß jeder.“
Warum passt Rostock so gut zu Brinkmann? „Ich denke, meine offene, authentische Art. Hansa ist ein Verein, der jeden Tag lebt. Die Bindung ist einfach da“, sagt der Trainer.
Durften sich gemeinsam über die weitere Zusammenarbeit freuen. Trainer Daniel Brinkmann (l.) und Amir Shapourzadeh (r.)
Krise gemeinsam überwunden
Noch vor sieben Wochen sah die Welt bei den Hanseaten ganz anders aus. Nach zehn Spieltagen stand Hansa mit elf Punkten nur auf Tabellenplatz 15. Viel weniger hätte man dem jungen Trainer wohl nicht mehr verziehen.
Die Entscheidung, an Brinkmann festzuhalten, erweist sich heute als goldrichtig. Nach 15 Spieltagen liegt Hansa nur fünf Punkte hinter Tabellenführer Energie Cottbus. „Was mich freut, ist, dass wir in dieser Zeit zusammengehalten haben. Ich bin stolz, dass wir das gemeinsam bewältigt haben“, sagt Shapourzadeh.
Die Sprechchöre nach dem Spiel in Duisburg taten es Brinkmann an: „Vielleicht mit das Schönste, was ich erlebt habe.“
Brinkmann wiederum betont, dass er das Vertrauen stets gespürt habe. Besonders schätzt er an der Zusammenarbeit: „Es ist ein sehr vertrauensvolles Verhältnis – ein sehr ehrlicher und kritischer Austausch.“
Sein Credo: „Ich glaube weiterhin, dass die schönsten Momente noch kommen werden.“
Kader soll kleiner werden
Der 31-Mann-Kader könnte bereits in der Winterpause verkleinert werden. Gespräche mit möglichen Abgängen habe es laut Shapourzadeh schon gegeben. „Ja, das pflegen wir regelmäßig. Wenn alle fit bleiben, werden wir versuchen, den Kader zu verkleinern.“
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Apropos Kader: Ohne Mittelfeldspieler Paul Stock (Probleme am hinteren Oberschenkel) und Verteidiger Felix Ruschke (wiederkehrende Fußverletzung) reist die Kogge zum Auswärtsspiel am Sonntag (13.30 Uhr) nach Regensburg.
Bitter für Stock, denn: „Er wird uns längerfristig fehlen“, sagt Brinkmann.