Jetzt kommt der Ober-Boss!
Seit Jahren läuft der VfL Wolfsburg seinen eigenen Ansprüchen hinterher. Statt im Europacup zu kicken, heißt die Realität mal wieder: Abstiegsangst. Krise ist beim Mutterkonzern Volkswagen ebenfalls ein Dauerzustand. Nun möchte VW offenbar noch genauer ein Auge auf seine Fußball-Abteilung haben.
Konzernchef Oliver Blume (57) wird ab dem 1. Januar neues Mitglied im achtköpfigen Aufsichtsrat des VfL Wolfsburg sein. „Der VfL ist eng mit Volkswagen, der Stadt Wolfsburg und der Region verbunden. Der Klub leistet einen wichtigen Beitrag für den Standort – sportlich, gesellschaftlich und in der Nachwuchsförderung“, sagt der Konzern-CEO und betont: „Volkswagen unterstützt diesen Weg seit vielen Jahren und wird dies auch weiter tun. Ich freue mich, ein Teil der grün-weißen Familie zu sein.“
Blume in den Aufsichtsrat: Oberster VW-Chef mischt jetzt bei VfL Wolfsburg mit!
Dieser Transfer ist gleichzeitig ein Novum bei den Niedersachsen. „Mit Oliver Blume rückt erstmals ein CEO des Volkswagen-Konzerns in den Aufsichtsrat des VfL Wolfsburg. Das ist ein Schritt mit Gewicht, der die enge Verbindung zwischen Konzern und Klub weiter stärkt“, sagt Aufsichtsratschef Sebastian Rudolph.
Nach BILD-Informationen soll der Blume-Move auch nach außen hin den Zusammenhalt zwischen VfL und VW repräsentieren. Hinzu kommt, dass der Manager großes Fußball-Interesse und -Wissen mitbringt und die Verbindung zwischen Bundesliga-Klub sowie Konzern noch enger und direkter wird.
Für Blume macht übrigens Bernd Osterloh Platz. Er scheidet wie geplant aus dem Aufsichtsratspräsidium aus. „Über 20 Jahre hinweg hat er wichtige Impulse gegeben“, lobt Rudolph.
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Während Blume beim VfL einsteigt, steigt die lebende Klub-Legende Diego Benaglio (42) auf. Der Meister (2009) und Pokalsieger (2015) rückt nach Silvester in das Präsidium des Aufsichtsrats auf. „Diego Benaglio bringt in den Aufsichtsrat wichtige sportliche Perspektiven ein“, erklärt Rudolph und fügt hinzu: „Diese Erfahrung und seine Identifikation mit dem VfL sind für alle spürbar. Die Zusammenarbeit mit ihm werden wir im Präsidium noch verstärken.“