Washington/Caracas – [–>Es ist ein unmissverständliches Ultimatum, das US-Präsident Donald Trump (79) dem Venezuela-Despoten Nicolás Maduro gestellt haben soll: Tritt sofort zurück, dann bietet Washington dir und deiner Familie „freies Geleit“ ins Exil. Und Maduro? Der pfeift – oder besser gesagt – tanzt drauf.
Am Montag hat sich der Autokrat bei einer von seinen Anhängern organisierten Kundgebung in Caracas feiern lassen, gab sich selbstbewusst und gut gelaunt. Aufnahmen zeigen, wie er mit seinen Händen ein Herz formt, sich zur Musik auf der Bühne bewegt, die Flagge seines Landes küsst.
Ein Herz für seine Anhänger – aber sicher nicht für Donald Trump
Einknicken vor den Kriegstrommeln des US-Präsidenten? Von wegen. Stattdessen bietet Maduro Trump die Stirn: Sein Land erleide seit 22 Wochen „eine Aggression, die als psychologischer Terrorismus bezeichnet werden kann“. Die USA stellten Venezuela „auf die Probe“. Seinen Anhängern versicherte Maduro seine „absolute Loyalität“ – und teilte gegen Washington aus: „Wir wollen Frieden, aber Frieden mit Souveränität, Gleichheit und Freiheit. Wir wollen keinen Sklavenfrieden, keinen Kolonialfrieden.“
Tausende kamen, um ihre Solidarität mit Maduro zu bekunden
Maduro tanzt. Wenigstens eine Sache, die er mit dem US-Präsidenten gemeinsam hat. Der zeigt seine Moves gerne zum Party-Kracher „YMCA“
Ergriffen küsst der Despot die venezolanische Flagge
Venezuela-Meeting im Weißen Haus
Die Maduro-Show – ausgerechnet am Montag. Nur kurz vor Beratungen im Weißen Haus darüber, wie man den Druck auf Venezuela erhöhen kann. Ab 17 Uhr (Ortszeit) traf sich Trump dazu laut CNN mit u.a. US-Kriegsminister Pete Hegseth, Generalstabschef Dan Caine und US-Außenminister Marco Rubio. Details sickerten erst mal nicht durch.
Situation zwischen den USA und Venezuela angespannt
Die USA werfen Maduro und hochrangigen venezolanischen Militärs vor, an der Spitze von Drogenkartellen zu stehen und den Schmuggel – auch in die USA – aktiv zu kontrollieren. „Hört auf damit, Gift in unser Land zu bringen“, wetterte Donald Trump jüngst gen Venezuela.
Seit September haben die USA mehrere Kriegsschiffe und den größten Flugzeugträger der Welt, den USS Gerald R. Ford, vor der Küste Venezuelas in Stellung gebracht. Inzwischen kreuzen dort 25 Prozent aller einsatzfähigen US-Kriegsschiffe. Zudem greifen die US-Streitkräfte immer wieder die Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern hatten sich abermals verschärft, nachdem Trump den Luftraum über Venezuela am Samstag für „geschlossen“ erklärt hatte.
Maduro behauptet, die US-Regierung wolle ihn stürzen und sich die venezolanischen Ölvorräte sichern.
Maduro gibt nicht klein bei
Das Ultimatum-Telefonat zwischen Trump und Maduro soll laut „Miami Harald“ vergangene Woche stattgefunden haben. Schon da soll Maduro klargestellt haben: Sofortiger Rücktritt? Nicht mit ihm! Er wolle zwar seine politische Macht an die Opposition übergeben, räumte er ein, jedoch die Kontrolle über das Militär behalten. Zudem verlangte er „volle Amnestie“ für alle mutmaßlichen Verbrechen. Die Fronten? Weiter verhärtet.