Слушания в Бундестаге: АдГ спорит с Дростеном об уроках коронавируса | политика

Berlin – [–>Frontalangriff auf Charité-Professor Christian Drosten vor der Corona-Enquete-Kommission des Bundestags! Der Mediziner war eingeladen worden, um gemeinsam mit der Politik Lehren aus der Pandemie für die Zukunft zu ziehen – doch er kam zum Teil gar nicht zu Wort. Grund: Der Vertreter der AfD, Corona-Kritiker Stefan Homburg (64), nutzte die begrenzte Redezeit, um gezielte Vorwürfe gegen Drosten zu platzieren.

Drosten war von den Grünen als Sachverständiger zu der Anhörung mit dem Titel „Vorsorge, Krisenpläne und Frühwarnsysteme“ eingeladen worden. In einer Erklärung zu Beginn verteidigte Drosten erneut das Vorgehen der damaligen Bundesregierung unter Angela Merkel (71, CDU) – inklusive Lockdowns und Maskenpflicht.

Drosten schränkte aber ein, dass künftige Pandemien andere Maßnahmen erfordern können. „Wir bauen das Schiff, während wir schon lossegeln müssen.“

Homburg fragte Drosten in der Anhörung, warum Schweden in der Rückschau eine so viel geringere Pro-Kopf-Sterblichkeit verzeichnen könne – obwohl es dort keine so tiefgreifenden Maßnahmen gegeben hat wie in Deutschland. Drosten verwies darauf, dass dort nach der ersten Welle fünfmal so viele Menschen gestorben waren wie in Deutschland.

Corona-Kritiker Stefan Homburg (64)

Foto: picture alliance / dpa

Homburg unterbrach ihn daraufhin und erklärte, er beziehe sich auf den Zeitraum der gesamten Pandemie. Sein Fazit: Lockdowns und Maskenpflicht hätten nichts gebracht. Dann kam er auf unterschiedliche Aussagen Drostens zur Gefährlichkeit des Virus’ zu Beginn der Pandemie zu sprechen. Der Vorwurf: Drosten habe innerhalb von neun Tagen seine Einschätzung komplett gedreht. Und wurde dabei so ausführlich, dass Drosten kaum Zeit für eine Erklärung blieb.

Für eine Fragerunde (Frage aus der Fraktion, Antwort des Sachverständigen) waren jeweils maximal fünf Minuten vorgesehen. Die waren beinahe um, als Homburg seine Frage zum zweiten Mal stellte. Folge: Drosten entgegnete lediglich, er habe keine Zeit mehr für die Antwort.

Auch der von der AfD als Sachverständiger benannte Arzt Michael Nehls (64) stellte extrem komplexe Fragen mit der Bitte „Ein Ja oder Nein genügt“ – und unterbrach Drosten, als der länger antworten wollte.

Schließlich grätschte die Leiterin der Anhörung, Franziska Hoppermann (43, CDU), dazwischen – und ermahnte die AfD-Vertreter, wenn sie zwei Minuten brauchten, um eine Frage zu stellen, gebiete es die Höflichkeit, dass sie geladene Gäste auch ausreden lassen.

Insgesamt dauerte die Anhörung rund dreieinhalb Stunden.



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