Villnöss (Italien) – [–>Drama am Berg! Fünf Jugendliche mussten in den Dolomiten gerettet werden, weil sie nur mit Turnschuhen im Hochgebirge unterwegs waren.
Am Samstag ging bei der Bergrettung Villnöss in Südtirol (Italien) der Notruf ein. Auf Facebook meldete die Stelle: „Heute um 12.52 Uhr wurde unsere Mannschaft zu einem Einsatz alarmiert, bei dem sich 5 junge Erwachsene ausländischer Herkunft mit Halbschuhen bis an den Fuß der Nordwand der Sass Rigais begeben haben und in Not geraten sind.“
Der Blick hatte zuerst über den Einsatz berichtet.
Dort, wo sich der rote Punkt befindet, gerieten sie in Notlage
Die Bergsteiger steckten im extrem steilen Gelände fest. Der Sass Rigais ist ein Berg in der Geislergruppe. Wegen seiner wuchtigen Form gilt er als Hauptgipfel der Geislerspitzen und ist mit einer Höhe von 3025 Metern zusammen mit der benachbarten Furchetta ihr höchster Gipfel.
Die Jugendlichen kamen ohne Verletzungen davon und wurden unten ins Tal gebracht. Angesichts der Lage betonten die Retter: „Im äußerst steilen, felsdurchsetzten und lawinengefährdeten Gebiet kann man nur von Glück sprechen, dass der Einsatz ein gutes Ende genommen hat.“
Nicht ohne Erfahrung und Ausrüstung ins Hochgebirge
Die Bergretter mahnten deutlich vor Leichtsinn im Hochgebirge: „Nur mit entsprechender Erfahrung, Sicherheitsausrüstung (LVS, Sonde, Schaufel) und einem gesunden Menschenverstand sollte man sich in solche Gebiete begeben!“
Immer wieder Turnschuh-Touristen
Ähnliche Einsätze gab es schon zuvor. Im April mussten zwei junge Finnen (28, 25) im Tiroler Rofangebirge (Österreich) gerettet werden. Sie stapften ohne Kletterausrüstung in Sneakern durch wegloses Gelände.