Победа страсти: Пруссия пробивается к дерби втроем! | спорт

Der schöne Fußball blieb zwar ein wenig auf der Strecke. Umso mehr war Kampfgeist gefordert. Und von dem hatten die Münsteraner auf der Bielefelder Alm jede Menge…

Sieg der Leidenschaft. Preußen beißt sich zum Derby-Dreier!

2:1 – erstmals seit über 30 (!) Jahren triumphieren die „Schwarz-Weiß-Grünen“ wieder beim Erz-Rivalen Arminia. Weil „Joker“ Lars Lokotsch (29) nur wenige Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit den Ball nach toller Vorarbeit von Rechtsverteidiger Jano ter Horst (23) ins Netz der Hausherren presste (89.).

Was folgte, war eine Explosion der Begeisterung. Sowohl bei der Mannschaft als auch bei ihren rund 3000 Schlachtenbummler. Selbst Chefcoach Alexander Ende (46) drehte am Spielfeldrand rund, schlug vor lauter Freude und Erleichterung einen Purzelbaum.

Preußen-Keeper Morten Behrens feierte im Derby den ersten Zweitliga-Sieg seiner Karriere, war in Bielefeld nur einmal per Elfer zu bezwingen

Foto: Friso Gentsch/dpa

Ende nach dem Abpfiff: „Weil‘s ein ganz besonderer Erfolg war. Der Wichtigste für mich, die Jungs – aber vor allem auch für unsere Fans. Sie reisen uns überall hinterher, unterstützen uns überragend. Umso schöner, dass wir ihnen heute mit diesem wichtigen Sieg etwas zurückgeben konnten.“

Zur Erinnerung: Zuvor hatten die Preußen lediglich einmal in Bochum (2:1) gewonnen und belegten den letzten Platz der Auswärtstabelle. Diese „Rote Laterne“ leuchtet jetzt wieder in Magdeburg…

Dabei begann die Partie vor ausverkauften Rängen (26.750 Zuschauer) alles andere als gut für die „Adlerträger“. Bereits nach vier Minuten erwischte Keeper Morten Behrens (27) nach einer Flanke Bielefelds Kapitän Mael Corboz (31) mit der Faust am Kopf. Schiedsrichter Marc-Phillip Eckermann (28) zeigte – unterstützt vom VAR – zurecht auf den Punkt.

Da war die Fußball-Welt für Joel Grodowski noch in Ordnung. Nach nur vier Minuten feierte er sein Führungstor per Elfer mit dem Stier-Jubel. Am Ende hatte der Ex-Preuße im Arminen-Trikot allerdings nix mehr zu lachen

Da war die Fußball-Welt für Joel Grodowski noch in Ordnung. Nach nur vier Minuten feierte er sein Führungstor per Elfer mit dem Stier-Jubel. Am Ende hatte der Ex-Preuße im Arminen-Trikot allerdings nix mehr zu lachen

Foto: Friso Gentsch/dpa

Ex-Preuße Joel „Johnny“ Grodowski ließ sich diese Chance nicht entgehen, verwandelte den Strafstoß an seinem 28. Geburtstag sicher zum frühen Bielefelder 1:0. Schon sein siebter Saisontreffer.

Dass Behrens in der Folge bei seiner Startelf-Premiere trotz dieses Fehlgriffs cool und unbeeindruckt weiterspielte, bewies nur, dass er eine absolut zuverlässige Vertretung für Stamm-Torhüter Johannes „Jojo“ Schenk (22/brummt eine Rotsperre ab) ist.

Die Team-Kollegen benötigten dagegen exakt 33 Minuten, ehe sie durch ein „Geschenk“ von Bielefelds Marius Wörl (21) zurück in die Partie fanden. Oliver Batista Meier (24) hatte das richtige Näschen, erlief den zu kurzen Rückpass, umkurvte locker Arminias Schlussmann Jonas Kersken (25) und versenkte die Kugel zum Ausgleich im Kasten.

Kurz darauf hatte Joshua Mees (29) sogar schon das 2:1 auf dem Fuß (36.), doch Kersken fischte seinen Schuss mit tollem Reflex aus dem kurzen Eck.

Völlig losgelöst! Preußens Jano ter Horst bejubelt seine Vorlage zum Siegtor auf der Alm

Völlig losgelöst! Preußens Jano ter Horst bejubelt seine Vorlage zum Siegtor auf der Alm

Foto: Jürgen Fromme /firo Sportphoto

I[–>nteressant: Wie sehr im Derby mit knallharten Bandagen gefightet wurde, zeigt auch die Karten-Flut von Schiri Eckermann, der bei seinem vierten Zweitliga-Einsatz insgesamt neun Verwarnungen aussprach. Allein sechs davon für Preußen. Unter anderem sah ter Horst seine Fünfte, fehlt damit kommenden den Freitag daheim gegen Hannover (5.12./18:30 Uhr). Arminias Coach Mitch Kniat (39) gab später ehrlich zu: „Das gehörte mit zu unserer Strategie. Wir wollten früh und hart draufgehen, um so Gelbe für die Münsteraner zu erzwingen.“

Keine Frage – dieser Plan ging auf. Ansonsten aber fiel seiner Truppe nicht allzu zu viel ein. Die Gäste waren in der zweiten Hälfte die weitaus dominantere Mannschaft. Während Bielefeld das Spielgerät hauptsächlich lang und weit nach vorne pöhlte, dabei aber ohne echten Abschluss blieb, kombinierten sich die Preußen schon vor ihrem späten Siegtor zu zwei weiteren dicken Chancen. Doch Kersken war sowohl gegen Batista Meier (66.) als kurz darauf auch Lokotsch (68.) auf dem Posten.

Was unter dem Strich einen verdienten Derby-Dreier bedeutete. Der in der Zweitliga-Tabelle einen Sprung auf Rang 9 bedeutet!

Preußens Offensivspieler Joshua Mees (l.) musste bei seinem Comeback nach zehnwöchiger Verletzungspause in Bielefeld zur Pause mit Sehstörungen in der Kabine bleiben

Preußens Offensivspieler Joshua Mees (l.) musste bei seinem Comeback nach zehnwöchiger Verletzungspause in Bielefeld zur Pause mit Sehstörungen in der Kabine bleiben

Foto: Jürgen Fromme /firo Sportphoto

Weniger schön: Während Joshua Mees (29) bei seinem Comeback nach zehnwöchiger Pause (Sehnenabriss im Oberschenkel) zur Halbzeit mit Sehstörungen (Schlag an die Schläfe) in der Kabine bleiben musste, droht Grodowski sogar ein längerer Ausfall. Nach einem heftigen Rempler von Jannis Heuer (27) knallte er ungücklich auf die Schulter. Kniat gefrustet: „Sieht so aus, als wenn wir bis Weihnachten auf ihn verzichten müssten.“

Armer Johnny! Tor erzielt, dennoch verloren, dazu eine kaputte Schulter. Festtag ziemlich vermiest….



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