Was für ein HSV-Wahnsinn!
Fabio Vieira trifft nach einem Konter zum 2:1-Sieg in der Nachspielzeit. Und das mit nur zehn Mann, nachdem Norwegen-Bubi Røssing-Lelesiit mit Gelb-Rot (84.).vom Platz musste.
Schon vorher ist das Spiel für alle HSV-Fans eine Achterbahn der Gefühle.
Mann der ersten Hälfte ist Robert Glatzel (31), der einer von sieben Neuen ist, die Trainer Merlin Polzin im Vergleich zum 0:1 in Augsburg loslässt. Allein Glatzel, Philippe und Bubi Røssing-Lelesiit (18) bilden eine komplett neue Offensiv-Reihe.
Pech: [–>Ein von Hendriks abgefälschter Glatzel-Schuss klatscht auf die Latte (9). Nach Dribbling Røssing-Lelesiit vollendet der Startelf-Rückkehrer ins kurze Eck – 1:0 (17.). Sein erstes HSV-Bundesligator. Bitter: Im Duell mit Chabot verletzt sich Glatzel am Oberschenkel, muss für Königsdörffer vom Platz (34.).
Tormaschine Deniz Undav (31) trifft zum Ausgleich. Der Nationalstürmer erzielt damit die letzten sechs (!) Liga-Treffer der Stuttgarter. Einen solchen Torlauf schaffte in der VfB-Historie nicht einmal Jürgen Klinsmann. Klinsi gelangen 1996 “nur” fünf Stuttgarter Tore in Folge beim 7:0 gegen Düsseldorf.
Bitter für den HSV: [–>Vorm Undav-Ausgleich (54.) lässt Torhüter Heuer Fernandes einen Leweling-Schuss abklatschen. Dann sorgt Vieira für die HSV-Jubel-Explosion.
Stuttgart-Coach Sebastian Hoeneß (43), für XXL-Rotationen bekannt, bringt im Vergleich zum Europa-League-Sieg in Deventer (4:0) sieben Neue (u.a. Vagnoman, Führich und Bouanani). Undav kommt bereits nach 40 Minuten für den verletzt ausgewechselten Führich.
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Aktion mit Herz: [–>HSV-Kapitän Capaldo lief statt mit Einlaufkind nur mit einem Paar Fußballschuhe in der Hand auf den Rasen. Eine Aktion, die auf erkrankte Kinder aufmerksam machen soll, die an Long Covid erkrankt sind und u.a. nicht mehr ins Stadion gehen können.