Das hatte er sich komplett anders vorgestellt!
Beim 0:3 in Hoffenheim legte der FC Augsburg besonders in der ersten Halbzeit über weite Strecken einen Nicht-Auftritt hin. Die 8. Pleite im 12. Liga-Spiel Trainer Sandro Wagner (38), ein Geburtstag zum Vergessen und ein schwerer Rückfall in alte Zeiten, die längst überwunden schienen.
Auffällig: Nach der Partie fand Wagner klare Worte in Richtung seiner Spieler. Der Coach: „Die Enttäuschung ist riesig. Wir haben die ersten fünf, sechs Minuten gut ins Spiel gefunden, dann 25 katastrophale Minuten gehabt, wo wir das ganze Spiel kaputt machen.“
Was er meint: Anders als bei den Pleiten gegen Dortmund (0:1) und Stuttgart (2:3) oder beim 1:0-Sieg gegen den HSV ließ Augsburg fast die komplette Halbzeit in Hoffenheim alles vermissen: Zweikampfwillen, defensive Stabilität, Konzentration, Gier etc. Die Folge: Drei Gegentreffer innerhalb von 29 Minuten – eine Hälfte zum Vergessen!
Wagner deutlich: „Wenn du als FCA in einer ersten Halbzeit den Sieg nicht so willst wie die TSG, das kann nicht sein. Das geht nicht. Das können wir nicht akzeptieren. Dann kommen wir auch nicht in einen Flow. Dann kommen wir nach einem guten Heimspiel und inhaltlich guten Spielen in den letzten Wochen nicht weiter.“ Zur Wahrheit gehört, dass der FCA sich in der zweiten Hälfte besser präsentierte. Für die große Aufholjagd reichte das aber nicht.
Es gibt ein Muster: Was bei den Wagner-Pleiten auffällt
Klar ist: Gegen Leverkusen (nächsten Samstag) möchte der 38-Jährige von seinem Team ein komplett anderes Gesicht sehen. Wagner: „Da müssen wir eine ganz andere Haltung gegen den Ball zeigen.“
Um Ruhe in der Weihnachtszeit zu haben, benötigt der FCA in den drei verbleibenden Restspielen gegen drei starke Gegner – Leverkusen, Frankfurt (13.12.) und Bremen (20.12.) – dringend Punkte.
Sonst droht miese Stimmung über Weihnachten.