Glückliche Werder-Spieler gab es nach dem 1:1 gegen Köln nicht. Aber einem Bremer wird die wilde Schlussphase besonders das Wochenende vermiest haben: Niklas Stark (30).
Werders Innenverteidiger kam zur zweiten Halbzeit für den erkrankten Amos Pieper aufs Feld und verrichtete zuverlässig seinen Job. Aber in der Nachspielzeit ging alles schief…
Im Spielerkreis: Kennen Sie diesen Retro-Schlachtruf noch?
Als bei den Bremern Konzentration und Biss fehlten, schlug Kölns Shootingstar Said El Mala zu. Seinen Rechtsschuss fälschte Stark unhaltbar ins eigene Tor ab – der Ausgleich (90.+1). Vier Minuten später schickte Schiri Dankert den Bremer mit Gelb-Rot in die Kabine. Der schon verwarnte Stark soll per Grätsche El Mala gefoult haben und wurde von Bülter provoziert. Das bittere Aus für den Bremer.
Stark ist Werders Unglücksrabe
Trainer Horst Steffen: „Er ist sicher nicht glücklich. Es ist heute doof gelaufen. Die Entscheidung, zur Grätsche runterzugehen, war aber sicher richtig.“
Schon die zweite Gelb-Rote Karte für Stark. Bereits beim 3:3 gegen Leverkusen am 2. Spieltag war vorzeitig Schluss.
Werders Profi-Chef Peter Niemeyer nimmt seinen Routinier in Schutz: „Starki stellt sich in den Dienst der Mannschaft und hat seine Sache gut gemacht. Für mich gab es die Gelb-Rote Karte zu Unrecht.“
Der Hauptgrund für die verlorenen zwei Punkte lag ohnehin woanders. Steffen: „Wir haben versäumt, das zweite Tor zu machen.“ Köln-Kollege Lukas Kwasniok: „Werder hat uns am Leben gelassen. So sind wir ins Spiel zurückgekommen.“