Berlin/Gießen – [–>Rechts gegen Links in Gießen – die Stadt im absoluten Ausnahmezustand! Am Samstag will sich dort die AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ in den „Hessenhallen“ gründen. Rund 1000 AfD-Delegierte sind angemeldet, die Polizei rechnet mit bis zu 57.000 Gegendemonstranten aus ganz Deutschland. Riesen-Knallpotenzial!
Die Polizei rüstet sich für eine Großlage. Demonstranten haben Blockaden angekündigt, wollen die Gründung der AfD-Jugend unbedingt verhindern. Polizeihubschrauber, Drohnen, Sonderwagen (Wasserwerfer, gepanzerte Wagen) und Unimogs sind einsatzbereit, der Katastrophenschutz ist vorbereitet. Die hessische Landespolizei bekommt Unterstützung aus anderen Bundesländern und Bundespolizei, Landes- und Bundeskriminalamt sowie dem Verfassungsschutz. Eine mittlere vierstellige Zahl an Einsatzkräften soll für Sicherheit sorgen.
Hessens Innenminister Roman Poseck (55, CDU) sagt zu BILD: „Unsere Polizei bereitet sich seit Monaten intensiv auf den Einsatz vor.“
Und dann auch das noch: Weihnachts- und Wochenmarkt finden statt. Gießen (92.000 Einwohner) platzt aus allen Nähten.
Nur eine Branche freut es: die Hotelbetreiber. Fast ganz Gießen und Umgebung ist an diesem Wochenende ausgebucht, in den wenigen übrigen Hotels gibt es nur noch sündteure Zimmer. Beispiel: Das „Tripp Inn City Hotel Gießen“ kostet jetzt 340 Euro bis 400 Euro für zwei Nächte. Nächste Woche sind es nur noch 142 Euro. Das „Hotel Esmer“ bietet ein Zimmer für 200 Euro (2 Nächte an). Das Wochenende drauf sind es 40 Euro weniger.
Doch eine Hotelkette verzichtete dankend: Nach BILD-Informationen hat „Best Western“ der AfD-Spitze die Zimmer gekündigt – und an diesem Wochenende lieber ganz geschlossen. In der nächsten Woche gibt es ein Zimmer (2 Nächste) für 200 Euro.