Kaffee-Trends entstehen heute schneller als je zuvor – Instagram und TikTok machen aus bunten Getränken innerhalb von Stunden virale Hits. Doch nur weil ein Drink hübsch aussieht, heißt das nicht, dass Baristas ihn gerne servieren oder selbst bestellen würden. Buzzfeed hat Profis gefragt, welche Kaffee-Klassiker sie lieber meiden – und warum.
Der „Caramel Macchiato“ ist keiner
Starbucks hat den Begriff Macchiato neu definiert – aber falsch. Eigentlich bedeutet er: ein Espresso mit einem kleinen „Fleck“ Milch.
Bei Starbucks ist es eher ein süßer Latte mit Vanillesirup und Karamell. Bestellt man ihn in einem unabhängigen Café, sorgt das oft für Verwirrung.
Mochas kurz vor Ladenschluss
Kaffee + Schokolade klingt toll, oder? Doch Baristas verdrehen die Augen, wenn jemand um 16:59 Uhr eine Mocha bestellt. Espresso, Milch, Schokosirup, Reinigung – das volle Programm.
Dazu überdeckt der Sirup oft den feinen Espressogeschmack.
„Holiday Lattes“ = Zuckerbomben
Pumpkin Spice Latte, Peppermint Mocha & Co. sehen hübsch aus, sind aber mehr Dessert als Kaffee.
Baristas kritisieren: viel Zucker, wenig Espresso. Wer den eigentlichen Kaffee schmecken will, greift besser zum schlichten Latte.
Lavendel-Lattes schmecken schnell nach Parfum
Lavendel klingt nach Wellness, riecht gut – schmeckt aber oft seifig. Viele Cafés arbeiten mit hausgemachtem Sirup, der mal zu stark, mal zu schwach ist.
Ergebnis: ein Drink, der eher an Duftkerze als an Kaffee erinnert.
Olivenöl-Lattes – nichts für empfindliche Mägen
Starbucks hat den Trend groß gemacht, doch viele Baristas raten ab. Geschmacklich dominiert das Öl den Espresso. Und: Olivenöl + Koffein = manchmal Turbo für die Verdauung.
„Shaken Espresso“ ist oft nur wässrig
Durchs Schütteln mit Eis soll der Espresso cremiger wirken. Klingt fancy, verwässert aber meist nur den Geschmack. Wer kräftigen Kaffee liebt, ist hier falsch.
Vietnamesischer Iced Coffee – nur mit echten Bohnen
Traditionell wird er mit Robusta-Bohnen aus Vietnam und einem Phin-Filter zubereitet. Viele Cafés nutzen jedoch andere Bohnen und verkaufen es trotzdem als „vietnamesisch“. Baristas nennen das: kulturelle Aneignung.