Dieser Sieg tut Magdeburg extrem gut!
Gegen Nürnberg gewinnt der Tabellenletzte mit 3:0 – trotz der 20-minütigen XXL-Nachspielzeit wegen einer langen Pyro-Unterbrechung. Der Sieg ist nach zuletzt drei Niederlagen in Folge eine absolute Befreiung. Der Rückstand aufs rettende Ufer der 2. Liga beträgt jetzt nur noch drei Punkte. Am Mittag hatte Braunschweig (15.) mit dem 2:0 gegen Lautern vorgelegt, der FCM zieht nach.
Vor dem Anpfiff ist die Atmosphäre bizarr: Die Magdeburger Fans aus der Kurve sowie die Nürnberger Anhänger befinden sich zu Beginn des Spiels komplett außerhalb des Stadions. Der Grund: der bundesweite Protest der Fans vor der Innenministerkonferenz (IMK) in Bremen ab Mittwoch – wo u.a. über personalisierte Eintrittskarten, KI-Gesichtserkennung und zentral verfügte Stadionverbote debattiert wird.
Die Magdeburger Fans
An vielen Orten in Deutschland schweigen die Fans 12 Minuten – die Magdeburger und Nürnberger Fans untermalen ihren Protest mit ihrer gänzlichen Abstinenz zum Spielbeginn. Dadurch hat die Partie anfangs nahezu Geisterspiel-Atmosphäre.
Erst ab der 12. Minute sind die Fans abwesend. Ab der 30. Minute fangen sie an, sehr lautstark Stimmung zu machen.
Diskussion im „Stammplatz“: Rätsel um DIESEN Bayern-Star
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase drückt Magdeburg, angetrieben von den dann anwesenden und aktiven Fans, auf die Führung. Hercher vergibt die beste Magdeburger Chance, scheitert im 1-gegen-1 an einer starken Parade von Nürnberg-Torwart Reichert (41.).
Nach der Pause warteten die Fans mit einer großen Pyro-Show auf. Das Spiel ist kurz darauf wegen des von den Pyro-Chaoten verursachten dichten Nebels auf dem Feld 12 Minuten lang unterbrochen. Der Grund: Die Torlinientechnik funktioniert wegen des Rauchs nicht, deshalb kann die Partie auch nicht fortgesetzt werden, als die Sicht auf dem Rasen schon wieder relativ gut ist.
Das ganze Magdeburger Stadion war in Nebel gehüllt
Dann nach der Spielfortsetzung die Madeburger Erlösung: Freistoßflanke von Atik und Zukowski trifft aus rund fünf Metern zum 1:0 (73.) für den Tabellenletzten. Ein besonderes Tor für den Polen, der im Sommer mit Mittelfußbruch verletzt kam und jetzt bei seinem zweiten Einsatz zum ersten Mal trifft.
Die Magdeburger Spieler jubeln
Daraufhin dezimiert sich der Club auch noch selbst: Lubach sieht erst Gelb (72.) für ein taktisches Foul. Der anschließende Freistoß führt zum Magdeburger Tor. Dann sieht er für ein weiteres Foul nicht einmal vier Minuten später Gelb-Rot (76.).
Und Magdeburg legt in Überzahl nach. In der 90.+5. Minute schiebt Zukowski den Ball zum 2:0 ins leere Tor rein. Breunig legt noch das 3:0 (90.+10.) nach, er verwandelt er eine Flanke aus Nahdistanz.