Leipzig bleibt seit mehr als acht Jahren in DFB-Pokal-Heimspielen ungeschlagen, zieht durch einen 3:1-Sieg gegen den 1. FC Magdeburg ins Viertelfinale ein.
Tragisch: Leipzigs Sieg wird durch einen Todesfall überschattet. Ein Magdeburg-Fan muss vor dem Spiel im Stadionumlauf reanimiert werden und verstirbt wenig später im Krankenhaus. Es soll sich um einen älteren Mann handeln.
Die traurige Nachricht wird in der Mitte der zweiten Halbzeit auch per Stadiondurchsage überbracht. Dennoch sangen und feierten Magdeburgs Fans weiter und ernten dafür Pfiffe der Leipzig-Fans.
Nach BILD-Infos fragt RB-Klubchef Johann Plenge in der Pause sogar bei den Magdeburg-Verantwortlichen nach, ob sie es für angemessen halten, dass die Fans trotzdem durchgehend Stimmung machen.
Nach dem Spiel erklärte Sportgeschäftsführer Otmar Schork gegenüber Sky, dass die Fans die Todesnachricht während des Spiels nicht mitbekommen haben. Auch die Spieler seien erst nach Abpfiff informiert worden.
Das ist allerdings merkwürdig. Nicht nur die Stadiondurchsage, auch das Schweigen der Leipzig-Fans hätte der Magdeburger Fans im Gäste-Block stutzig machen müssen. Zudem hatte RB Leipzig schon kurz nach Anpfiff eine Nachricht über X (vormals Twitter) abgesetzt, in dem der Notfall erklärt wurde.
Sehr unwahrscheinlich, dass kein einziger FCM-Supporter während des Spiels – oder zumindest in der Halbzeitpause – auf sein Smartphone geschaut hat…
FCM-Trainer Petrik Sander erfuhr von dem medizinischen Zwischenfall erst nach dem Spiel. Er erklärte: [–>„Also mangelnde Sensibilität den Fans vorzuwerfen, das geht mitnichten. Ich gehe davon aus, dass die Information bei ihnen nicht angekommen ist. Die Jungs wissen, wie sie sich zu verhalten haben. Das haben wir in Düsseldorf gesehen.“
Beim letzten Auswärtsspiel in Düsseldorf war ebenfalls ein FCM-Fan kollabiert, starb einen Tag später im Krankenhaus. Während des Spiels hatten die FCM-Fans in der Gästekurve den Support eingestellt.
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