Элизабет Джордж: Борьба с депрессией посредством письма | Развлечение

Seattle (USA) – [–>Als Elizabeth George vor mehr als 30 Jahren mit ihrer Inspector-Linley-Serie begann, entschied sie sich, dass die Handlung im britischen London spielen soll, und nicht in ihrer amerikanischen Heimatstadt Seattle (US-Bundesstaat Washington). Was steckt dahinter?

George zu BILD: „Es ist immer leichter für mich als Autorin, über einen Ort zu schreiben, in dem ich nicht lebe. So kann ich viel besser auf Details achten. Wenn ich über Seattle schreiben würde, würde ich diese Details nicht bemerken, weil ich sie jeden Tag sehe.“

Elizabeth George recherchiert monatelang

Dabei bereitet sie sich auf jeden ihrer Romane monatelang akribisch vor. Dazu George: „Ich mache zwei Arten von Recherchen. Die eine Art ist die Ortsrecherche, bei der ich vertraut werde mit dem speziellen Gebiet, in dem ich das Buch spielen lassen möchte. Und dann gibt es die andere Art von Recherche, die eher eine inhaltliche Recherche ist.“

In ihrem mittlerweile 22. Roman „Wer Zwietracht sät“ über Inspektor Thomas Linley und Sergeant Barbara Havers wird Unternehmer Michael Lobb brutal ermordet im malerischen Städtchen Trevellas in Cornwall aufgefunden. Ist seine wesentlich jüngere Frau Kayla die Täterin? Oder wer hatte noch ein Interesse daran, den wohlhabenden Geschäftsmann zu ermorden?

„Wer Zwietracht sät“ spielt an der malerischen Küste von Cornwall

Foto: Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, Muenchen

Elizabeth George schreibt schon am nächsten Buch

Mit ihren 76 Jahren denkt George überhaupt nicht ans Aufhören, sondern schreibt bereits am nächsten Linley-Band. Ihre Begründung: „Ich habe sehr viel Energie – wahrscheinlich viel mehr als die meisten Menschen in meinem Alter. Meine Mutter war auch so. Sie war ein Mensch mit einer enormen Menge an Energie.“

Die Schriftstellerin weiter: „Das Schreiben ist für mich ein sehr großer Teil meiner geistigen Gesundheit. Ich finde, dass es eine sehr gute Möglichkeit für mich ist, gegen Depressionen anzukämpfen. Wenn ich einfach aufhören und es ruhig angehen lassen würde, dann wäre ich erstens nicht glücklich damit. Und zweitens würde ich wahrscheinlich ziemlich schnell in eine Depression abrutschen.“

Es sei ein zweischneidiges Schwert: „Einerseits wäre es schön, sich zu sagen: ‚Okay, jetzt gehe ich in den Ruhestand und mache etwas anderes.‘ Aber selbst wenn ich das täte, müsste ich etwas anderes tun, das wirklich sehr kreativ ist.“

Elizabeth George zählt zu den weltweit erfolgreichsten Krimiautorinnen. In Deutschland verkaufte sie bisher mehr als 15 Millionen Bücher.



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