Essen – [–>Der letzte Bulle tritt wieder aufs Gas. Und wie. Henning Baum ist zurück. Mann! Den haben wir vermisst!
Nach elf Jahren Serienpause knallt der härteste Polizist (Mick Brisgau) des Reviers zurück ins Fernsehen. Mehr als zwei Millionen Zuschauer schalteten zum Auftakt der neuen Staffel ein. Ein Comeback wie ein Blubbern aus seinem geliebten V8 – laut, herzlich, unverwechselbar. Montag (Sat.1, 20.15 Uhr) geht es mit zwei brandneuen Folgen weiter. Eine heißt „Puppenpuff“; es geht um Roboter-Prostituierte.
Immer noch cool: Henning Baum in einer seiner stärksten Rollen als „Der letzte Bulle“ Mick Brisgau (montags 20.15 Uhr bei Sat.1, vorab bei Prime Video)
Noch spannender ist, wie Baum sich derzeit bei Instagram präsentiert. Und wir fragen uns: Kann ein Mann mit 53 wirklich so stark und so fit sein?
Henning Baums Muskel-Geheimnis
Baum zu BILD: „Ernährung ist wichtig. Am besten sollte man essen, was unsere Eltern und Urgroßeltern gegessen haben: Iss ein Ei, eine Gurke, eine Kartoffel, ein Stück Fleisch, eine Tomate. Sachen, die nicht verarbeitet sind. Ganz einfach.“
Über 1,6 Millionen Menschen haben dieses Instagram-Video bereits gesehen. Der Baum ist einfach bärenstark
Ist das alles? „Und Training, auch ganz einfach. Das effektivste ist dreimal die Woche Krafttraining mit schweren Gewichten, im Studio, oder auch zu Hause.“
Worauf muss man achten? „Die Kniebeuge sind das Wichtigste. Fünf, sechs, sieben Minuten Aufwärmen und dann Kniebeuge. Einfach so viel, wie man schafft. Zwischendurch zwei Minuten warten und dann noch einen Satz, und so weiter. Wenn man das dreimal die Woche macht, hat man das Schlimmste abgewendet.“
Und Henning Baum versteckt auch nicht, dass er nicht überall Muskelpakete trägt
Fernsehen fühlt sich wieder wie früher an
Mit Baums TV-Comeback fühlt sich das Fernsehen pltözlich wieder an wie ein Ort, an dem Männer nach Motoröl riechen, Frauen lachen und Moral nicht als Filterblase daherkommt.
Als wäre er nie weg gewesen: Gut elf Jahre nach der letzten TV-Staffel und mehr als fünf Jahre nach dem Kinofilm kehrt Henning Baum als Polizist Mick Brisgau zurück und muss schon wieder eine neue Welt entdecken
Was Film-Held Henning Baum über das Serien-Comeback des Jahres denkt? Er zu BILD: „Brisgau ist wie ein guter Freund für mich, der jetzt endlich wieder da ist. Ein Freund, der auf einer einsamen Insel überlebt hat, weil er sich auf das verlässt, was er ‚Gottvertrauen‘ nennt. Aufgeben? Gibt’s bei Mick nicht.“ Bei Baum auch nicht. Auch privat spielt der Glaube an Gott für ihn eine große Rolle.
Henning Baums Lebensmotto im TV und im echten Leben: „Was gebacken kriegt man nur, wenn man zusammenhält. Gilt beim Fußball und im ganzen Land. Sonst kassierst du nur Tore. Und die anderen lachen sich kaputt“
Das Echte, Ehrliche, macht dem Publikum Freude. Sagen, was ist, statt allzu politisch korrekt zu schwafeln.
Der letzte Bulle ist auch im wahren Leben allergisch gegen Heuchelei. „Nur weil einer ’nen Pulli aus recycelten Schleppnetzen trägt, dafür seinem Mieter in der Großstadt aber so viel abpresst, wie das Gesetz gerade noch erlaubt, ist er noch lange kein guter Mensch.“
Für Mick und Henning zählt nur eins, und da hält die Serie der Gesellschaft den Spiegel vor. „Auch er macht nur einen Unterschied zwischen den Menschen. Es geht um die Frage: Arschloch oder kein Arschloch.“
Fans feiern die neuen Folgen
Fans feiern die resoluten neuen Szenen: Ein Gaffer filmt einen Toten. Der Bulle greift durch: „Wenn er keine Erziehung hat, kann er sie gerne bei mir abholen – sein kaputtes Handy gleich mit.“ Natürlich gibt’s Ärger auf dem Revier. War ja klar. „Heutzutage ist der arme Gaffer das Opfer“, sagt Baum trocken. Doch wenn ein „Kotzbrocken“ ihn herausfordert, setzt’s eben einen Erziehungsschulterwurf – pädagogisch wertvoll auf Brisgau-Art.
Der Nostalgie-Macho hält nach seiner längeren Serien-Abwesenheit auf einer einsamen Insel die ganze Zersplitterung der aktuellen Gesellschaft in unübersichtliche Gruppierungen auch nicht für Vielfalt, sondern für Energieverschwendung. Rumms!
Besuch in der Serie von Kollegin Annette Frier (51): Henning Baum schaute bei „Frier & 50“ (läuft nach „Der letzte Bulle“) vorbei
Und seine geliebte Oldtimer-Karre? Ein alter Opel als Co-Star auf Rädern – heute noch zeitgemäß? Natürlich fährt der Kult-Polizist den V8-Benziner immer noch. „Seit fünfzig Jahren läuft der – echte Nachhaltigkeit“, die kurze und knackige Einschätzung.
Baums universelles Motto für Serie und echtes Leben? „Hauptsache, es wird gelacht bei der Arbeit.“ Und, wenn es allen Spaß macht, darf geflirtet werden: „Denn eine Runde und weiche Sache ist das Hirn bei Frau und Mann. Es ist nicht auszudenken, was man damit denken kann.“
Bei den Damen kommt der aus der Zeit gefallene Polizeibeamte (Henning Baum) auch nach langer Abwesenheit immer noch gut an
Hier ist der Bulle wieder im Einsatz
TV-Deutschland feiert Baums Rückkehr wie einen zurückgekehrten Freund. Die neuen Folgen laufen wöchentlich (bis 15. Dezember bei Sat.1) und bei Prime Video. Mick Brisgau ist zurück. Und mit ihm ein Stück gut gealtertes Fernsehen, das viele offenbar vermisst haben.