Putgarden – [–>Das Haus liegt in Einzellage und hat Meerblick auf die Ostsee. Es vermittelt sofort Urlaubsgefühle. Kein Wunder, dass diese Immobilie auf der beliebten Ostseeinsel Rügen für großes Kaufinteresse sorgt.
Die ehemalige Wetterstation am Kap Arkona auf Rügen (Mecklenburg-Vorpommern) wird kommende Woche versteigert. Am 3. Dezember kommt das Gebäude unter den Hammer. Es liegt im Nordosten von Rügen zwischen der Tromper Wiek und der offenen Ostsee.
Hunderte Interessenten für das Haus am Meer
Makler Heiko Jacobi zu BILD: „Fast 400 Exposés wurden bisher angefordert.“ Er übernimmt im Auftrag der Norddeutschen Grundstücksauktionen AG die Besichtigungstermine für Interessenten vor Ort. Grundstücksgröße: rund 3200 Quadratmeter. Das Mindestgebot für den Hauskauf bei der Versteigerung beträgt 179.000 Euro.
Errichtet wurde das Haus um 1905 als Unterkunftsgebäude für die kaiserliche Marine. Zuletzt genutzt wurde es vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Der Makler schwärmt: „Das Grundstück besticht durch seine einzigartige Lage unterhalb der beiden Leuchttürme aus den Jahren 1828 und 1905.“
Die ehemalige DWD-Wetterstation auf Rügen kommt unter den Hammer
Einen Mieter gibt es auch schon
Eine der vier Wohneinheiten in dem zweistöckigen Gebäude möchte der DWD gern vom späteren Eigentümer anmieten. Dafür sei bereits eine Miete vereinbart worden. Im Exposé wird eine Netto-Jahresmiete von 11.547 Euro für die Immobilie genannt. Als möglicher Interessent wird in Medienberichten Wetter-Experte Jörg Kachelmann genannt. Gegenüber BILD wollte Jacobi das nicht bestätigen: „Bei mir hat er sich noch nicht gemeldet. Aber er kennt das Objekt sicherlich.“
Der rote Pfeil markiert das Gebäude an der Steilküste auf der Halbinsel Wittow im Norden der Insel Rügen
In das 600-Quadratmeter-Haus muss, neben dem Kaufpreis, ordentlich investiert werden. Seit der DWD seine letzten vier Mitarbeiter abzog und eine automatische Station nebenan installierte, schläft das Gebäude quasi im Dornröschenschlaf. Es gibt reichlich renovierungsbedürftigen DDR-Charme im Inneren.
Der massive Klinkerbau an der Ostsee entspricht zudem nicht mehr den energetischen Anforderungen und wurde zuletzt mit Gas und Öl beheizt.
Die Gemeinde steht einer Änderung des Bebaungsplanes positiv gegenüber, um etwa Ferienwohnungen zu ermöglichen. Schließlich lockt Deutschlands größte Insel jährlich Tausende Urlauber an die Ostsee.