Der Große Preis von Katar erhitzt weiter die Gemüter.
Wegen eines Taktik-Fehlers von McLaren hatte Formel-1-Weltmeister Max Verstappen (28) das Rennen gewonnen – und somit die WM-Entscheidung aufs letzte Rennen der Saison am Sonntag in Abu Dhabi vertagt.
In der Fahrerwertung hat der Holländer zwölf Punkte Rückstand auf den Führenden Lando Norris (26/McLaren). Es hätten sogar nur zehn sein können – aber Norris überholte in Katar in der letzten Runde noch Mercedes-Pilot Kimi Antonelli (19) und landete auf Platz 4.
Dem Italiener war ein Fahrfehler unterlaufen. Allerdings hatten Verstappens Renningenieur Gianpiero Lambiase (45) über Funk und später dann Red-Bull-Motorsport Dr. Helmut Marko (82) unterstellt, Antonelli habe seinen Konkurrenten absichtlich vorbeigelassen.
Als Reaktion darauf gab es hunderte Hasskommentare im Internet. Sogar Morddrohungen gegen den jungen Fahrer waren darunter.
Mercedes sammelte die Kommentare und leitete sie hilfesuchend an den Weltverband Fia weiter. Die Rede ist von über 1000 Einlassungen, eine Steigerung um das Zwölffache im Vergleich zu anderen Renn-Sonntagen.
Über 1000 Hasskommentare gegen Mercedes-Fahrer Kimi Antonelli nach dem Rennen in Katar
Gleichzeitig schaltete Antonelli sein Profilfoto bei Instagram auf schwarz, um gegen den Hass zu protestieren.
Schon unmittelbar nach Ende des Rennens in Katar hatte Mercedes-Boss Toto Wolff (53) die Anschuldigungen als „hirnlos“ bezeichnet.
Die Fia veröffentlichte als Reaktion eine Erklärung, verurteilte die Attacken und stellte sich hinter Kimi Antonelli.
Auch von Red Bull kam mittlerweile eine Entschuldigung: „Äußerungen, die vor dem Ende und unmittelbar nach dem Großen Preis von Katar getätigt wurden und suggerierten, dass Mercedes-Pilot Kimi Antonelli Lando Norris absichtlich passieren ließ, sind eindeutig falsch. Videoaufnahmen zeigen, dass Antonelli kurzzeitig die Kontrolle über sein Auto verlor, was es Norris ermöglichte, ihn zu überholen. Wir bedauern zutiefst, dass dies dazu geführt hat, dass Kimi im Internet angefeindet wurde.“