Hatzenbühl (RLP) – [–>Was war denn da los? Plötzlich drehten Wildschweine in einem kleinen Dorf durch – und versetzten die Anwohner in Angst und Schrecken.
Montagnachmittag, 16.54 Uhr: Hatzenbühl (2800 Einwohner, Landkreis Germersheim) in Rheinland-Pfalz erlebte plötzlich einen wahren Ansturm von Wildschweinen. Mehrere Anwohner griffen zum Telefonhörer und riefen die Polizei.
Tiere rennen aggressiv im Ort umher
Nach Angaben der Beamten handelte es sich um eine ganze Wildschwein-Rotte mit circa 10 Tieren. „Die Tiere haben sich offensichtlich verlaufen und rennen nun aggressiv über die Luitpoldstraße und die angrenzenden Seitenstraßen.“
Ein Augenzeuge zu BILD: „Die Tiere sind im ganzen Ort frei herumgelaufen und verteilten sich im Zentrum. Irgendetwas hat sie vom Wald in den Ort getrieben.“
Bewohner meldeten immer neue Standorte von Tieren. Die Polizei erkannte eine „dynamische Lage“ und schickte eine Streife in den kleinen Ort, um „Gefahren für die Bevölkerung abzuwehren“ und die Tiere in den Wald zu treiben. Dazu wurden auch mehrere Jäger alarmiert.
Mehrere Tiere liefen in Innenhöfe
Aber das Vertreiben war schwieriger als gedacht: Ein paar Wildschweine verschanzten sich in Innenhöfen oder streiften bei der Flucht geparkte Fahrzeuge. Eines der Tiere lief sogar vor ein Auto und verursachte einen Wildunfall.
Die Polizei sperrte das betroffene Gebiet. Dann erschossen mehrere Jäger nach Angaben der Ermittler vier aggressive Wildschweine in zwei Höfen. Menschen seien dabei nicht gefährdet gewesen. Polizeisprecher Florian Herder erklärte auf BILD-Anfrage: „Die Lage war schwierig, die Rotte hatte sich geteilt.“
Die Gefahr für Fußgänger sei zu groß gewesen, außerdem sei es bereits zu einem Wildunfall gekommen. Deshalb fiel die Entscheidung, vier Tiere in den Innenhöfen zu erlegen. Sechs weitere Tiere seien zurück in den Wald gelaufen.
Polizei bitte um Hinweise von Augenzeugen
Mehrere Tiere haben wohl beim Umherirren im Ort Autos gestreift, wodurch Schäden entstanden sein könnten. Die Polizei Wörth bittet darum, dass sich Geschädigte bei der Dienststelle unter der Telefonnummer 07271-92210 oder piwoerth@polizei.rlp.de melden.